Life in Sardegna

Ort

Osini

Am Fuß einer fast 1.000 Meter hohen Hochebene, eingebettet in eine unberührte Naturlandschaft aus Schluchten und Felswänden in dichter mediterraner Vegetation, liegt das Dorf Osini. Nach einer verheerenden Überschwemmung im Jahr 1951 wurde der Ort etwa einen Kilometer weiter nördlich neu aufgebaut. Zurück blieb das unbewohnte Osini Vecchio, in dem noch einige Häuser und die Kirche Santa Susanna aus dem 17. Jahrhundert erhalten sind.

Sehenswürdigkeiten in Osini

Der Nuraghenkomplex von Serbissi gehört zu den bedeutendsten der Insel und liegt unweit des neolithischen Grabes De s’Orcu, das der Legende nach die Begräbnisstätte riesenhafter Wesen gewesen sein soll. Besonders an diesem hoch gelegenen nuraghischen Dorf sind neben seinem außergewöhnlichen Erhaltungszustand eine darunterliegende Höhle und Spuren aus der frühen Bronzezeit.
Im höchsten Bereich des Gemeindegebiets befinden sich außerdem die Reste einer alten Burg, die möglicherweise aus dem Mittelalter stammt. Nach Ansicht einiger Fachleute könnte es sich auch um eine römisch-byzantinische Befestigung handeln; diese These wird durch Funde wie Münzen und Keramik gestützt.

Scala di San Giorgio bei Osini

Zu den eindrucksvollsten Naturformationen dieser wilden Ecke Sardiniens gehört die Scala di San Giorgio, wo zwei gewaltige Kalk- und Dolomitwände eine enge Schlucht bilden. Genau hier steht das Heiligtum des Schutzpatrons, dessen Fest jedes Jahr am 24. April gefeiert wird. Für zwei Tage erwacht das alte Osini wieder zum Leben: Häuser werden wie früher eingerichtet, und in der Kirche finden Ausstellungen und verschiedene Aktivitäten statt.

Küche und Veranstaltungen in Osini

Zu den typischen Gerichten zählen Culurgiones mit den lokalen Bergkartoffeln. Besonders charakteristisch sind jedoch die gelb-rötlichen Kirschen, die im Mittelpunkt der Sagra delle Ciliegie im Juni stehen: zwei Tage mit Shows, Verkostungen, Konzerten, Weinveranstaltungen und Ausflügen durch die berühmten Tacchi.