
Ort · Pula
Archäologische Stätte von Nora
Nur wenige Dutzend Kilometer südwestlich von Cagliari liegt die archäologische Stätte von Nora, eine der bedeutendsten Fundstätten Sardiniens. Die Stadt wurde im 8. Jahrhundert v. Chr. von den Phöniziern gegründet, später karthagisch und schließlich zu einem wichtigen römischen Zentrum. Die erhaltenen Reste geben einen außergewöhnlichen Einblick in mehrere Jahrtausende Geschichte.
Noras jahrtausendealte Geschichte
Von phönizischen Ursprüngen zur römischen Blüte
Nora gilt als eine der frühesten phönizischen Stadtgründungen Sardiniens und entwickelte sich dank ihrer strategischen Lage am Isthmus von Capo Pula zu einem wichtigen Handelszentrum. Seine größte Blüte erlebte Nora unter römischer Herrschaft, als die Stadt im 1. Jahrhundert n. Chr. Municipium wurde und deutlich wuchs.
Archäologische Funde und Tophet
Ausgrabungen brachten bedeutende Zeugnisse ans Licht, darunter Reste des Tanit-Tempels und die sogenannte Nora-Stele, eines der ältesten Dokumente mit dem Namen Sardinien. Die Funde geben Einblick in die kulturellen und religiösen Einflüsse, die das Gebiet prägten.
Die archäologische Stätte erkunden
Vom Meer bis zum Forum
An Land lassen sich Thermen, Forum, Tempel, Nekropole und Aquädukt erkunden. Im Küstenbereich befinden sich zudem unter Wasser liegende archäologische Spuren; Aktivitäten im Meer sollten ausschließlich dort stattfinden, wo sie erlaubt und sicher sind.
Das Theater und das Haus mit tetrastylem Atrium
Das antike Theater, das einst mit Marmor ausgestattet war, dient heute als eindrucksvolle Kulisse für Veranstaltungen wie „La Notte dei Poeti“. Auch das Haus mit tetrastylem Atrium und seinen Mosaiken gehört zu den wichtigsten Stationen des Rundgangs.
Mehr als Archäologie
Natur und Kultur rund um Nora und Pula
Nach dem Besuch der Ruinen bieten sich der goldene Sandstrand, das klare Meer und die Lagune mit ihrer Vogelwelt an. Am Abend kann der Tag in Pula ausklingen, dessen Zentrum Restaurants, Veranstaltungen und lebendige Plätze bietet.
