Eine Woche in Südsardinien lässt sich ideal zwischen Städten, Stränden, Archäologie und Bergbaulandschaften aufteilen. Die Route beginnt in Cagliari, führt durch den Sarrabus und nach Villasimius und anschließend über die Küste von Chia und Teulada bis in den Sulcis-Iglesiente. Sie ist für alle gedacht, die viel sehen möchten, ohne jeden Abend die Unterkunft zu wechseln.

Südsardinien in 7 Tagen: die empfohlene Route

  • Tag 1: Cagliari.
  • Tag 2: Villasimius und Capo Carbonara.
  • Tag 3: Castiadas, Costa Rei und Muravera.
  • Tag 4: Pula, Nora und Chia.
  • Tag 5: Tuerredda und Teulada.
  • Tag 6: Sant’Antioco und Carloforte oder die Insel San Pietro.
  • Tag 7: Iglesias, Masua, Porto Flavia und Pan di Zucchero.

Ein Auto ist die praktischste Lösung. Für die ersten drei Tage kannst du Cagliari als Ausgangspunkt nutzen und anschließend in Richtung Pula/Teulada oder Sulcis weiterziehen, um die täglichen Fahrzeiten zu verkürzen.

Tag 1 – Cagliari

Beginne in der Hauptstadt: Castello, Bastione, Marina und Stampace stehen für die historische Seite der Stadt, während Poetto und Molentargius ihre enge Verbindung zum Meer zeigen. Wenn du nur einen Tag hast, konzentriere dich auf das Zentrum und wähle nur ein Naturziel aus. Für einen ausführlicheren Besuch hilft dir unsere Route Cagliari in 2 Tagen.

Tag 2 – Villasimius und Capo Carbonara

Folge der Küste nach Villasimius. Das Gebiet umfasst zahlreiche Strände und die Landzunge Capo Carbonara. Porto Giunco gehört zu den bekanntesten Stopps, lässt sich je nach Wind und Besucherandrang aber gut mit anderen Buchten kombinieren.

Schon die Küstenstraße ab Cagliari ist Teil des Erlebnisses: Plane nicht zu viele Stopps ein und nimm dir lieber Zeit für einen ausgewählten Küstenabschnitt.

Tag 3 – Castiadas, Costa Rei und Muravera

Der dritte Tag gehört dem Sarrabus. Castiadas verbindet Strände mit der Geschichte der ehemaligen Strafkolonie; Cala Sinzias und Cala Pira zählen zu den bekanntesten Orten. Weiter nördlich führt Costa Rei in das Gebiet von Muravera, das von Lagunen und offeneren Landschaften geprägt ist.

Dieser Tag eignet sich besonders für alle, die vor allem ans Meer möchten. Außerhalb des Sommers lässt er sich ebenso gut als Route durch Küste, Landschaft und kleine Orte des Sarrabus gestalten.

Tag 4 – Pula, Nora und Chia

Wechsle an die Südwestküste und fahre nach Pula. Die direkt am Meer gelegene archäologische Stätte von Nora gehört zu den wichtigsten kulturellen Besichtigungen in Südsardinien. Danach geht es weiter nach Chia, wo du einen der Strände der Gegend wählen kannst, etwa Su Giudeu, Porto Campana oder Cala Cipolla.

Nora und Chia lassen sich gut an einem Tag kombinieren, weil sich Geschichte und Meer ohne lange Fahrten abwechseln.

Tag 5 – Tuerredda und Teulada

Fahre auf der Küstenstraße in Richtung Tuerredda und Teulada. Dieser Abschnitt gehört zu den berühmtesten Panoramastraßen des Südens. In der Hochsaison können für einzelne Strände Zugangsbeschränkungen gelten oder Parkplätze stark ausgelastet sein: Prüfe deshalb vor der Abfahrt immer die aktuellen Regelungen.

Du musst nicht möglichst viele Buchten abhaken. Ein gut gewählter Strand, ein Aussichtsstopp und der Ort Teulada reichen für einen ausgewogenen Tag.

Tag 6 – Sant’Antioco und Carloforte

Weiter geht es in den Sulcis nach Sant’Antioco, einem Ort auf einem archäologisch besonders bedeutenden Gebiet. Wenn du noch eine andere kulturelle Identität kennenlernen möchtest, nimm die Fähre nach Carloforte auf der Insel San Pietro. Der Ort bewahrt tabarkinische Kultur, maritime Traditionen und eine ganz eigene Insellandschaft.

Wenn du Carloforte auswählst, solltest du der Insel fast den ganzen Tag widmen. Beide Inseln an einem Tag ausführlich besuchen zu wollen, macht das Programm unnötig hektisch.

Tag 7 – Iglesias, Porto Flavia und Pan di Zucchero

Beende die Reise im Iglesiente. Nach einem Spaziergang durch Iglesias geht es nach Masua und zum Porto Flavia, einer außergewöhnlichen Bergbauanlage, die direkt in die Felswand gebaut wurde. Vor der Küste erhebt sich Pan di Zucchero, einer der markantesten Felsen Westsardiniens.

Wenn noch Zeit bleibt, kannst du Cala Domestica ergänzen. Den Besuch von Porto Flavia solltest du jedoch als festen Programmpunkt planen und nicht nur als kurzen Fotostopp.

Wo übernachten?

Um ständige Unterkunftswechsel zu vermeiden, kannst du mit drei Standorten planen: Cagliari für die ersten drei Nächte, die Gegend um Pula/Chia oder Teulada für zwei Nächte und Sulcis-Iglesiente für die letzten beiden Nächte. Das ist ein guter Kompromiss zwischen Komfort und Fahrstrecke.

Wann ist die beste Reisezeit?

Von Mai bis Juni sowie von September bis Oktober eignet sich Südsardinien besonders gut für Reisen, die Meer und Besichtigungen verbinden. Im Juli und August solltest du frühzeitig buchen und die bekanntesten Strände im Voraus organisieren. Auch im Winter bleibt die Route interessant, wenn Städte, Archäologie, Bergbaugeschichte und Dörfer stärker in den Mittelpunkt rücken.

So passt du die Woche an deine Interessen an

Wenn das Meer für dich an erster Stelle steht, streiche einen kulturellen Programmpunkt und bleibe länger zwischen Villasimius, Chia und Teulada. Für Archäologie und Geschichte kannst du Su Nuraxi in Barumini oder den Tempio di Antas ergänzen. Wer wilde Landschaften bevorzugt, sollte mehr Zeit im Sulcis-Iglesiente und an der Westküste einplanen.